Welche Kunststoffe werden für polytags-Etiketten verwendet?

Vor- und Nachteile von Kunststoffen und wie man ihnen umgeht

Auf dieser Seite erfahren Sie, aus welche Kunststoffen polytags-Etiketten hergestellt werden

Umgangssprachlich werden Kunststoffe auch Plastik genannt. Aus dieser allgemeinen Bezeichnung ersehen Sie aber nicht die Vor- und Nachteile der verschiedenen Arten der Kunststoffe. Das ist ein Grund, warum wir uns nicht mit der umgangsprachlichen Bezeichnung oder dem Überbegriff Kunststoff zufrieden geben. Sie sollen wissen, aus welchen Kunststoffen die Etiketten des polytags Etiketten-Sortiment hergestellt werden.

Im Bereich der Etiketten und Folien für die Preis- und Produktauszeichnung sind Eigenschaften wie Reiß- und Wetter-, bzw. Nassfestigkeit, so wie die Beständigkeit gegen Chemikalien, die Kunststoffe von Papieren unterscheiden. Kunststoffe sind dauerhaft und belastungsfähig. Aus diesem Grund sind sie aus der der Preis- und Produktkennzeichnung nicht wegzudenken.

PET - Polyethylenterephthalat

Recycling-Symbol für PET-KunststoffeZugegeben ein Wortungetüm. Einfacher formuliert wird PET auch Polyester genannt. Das Material gehört zu den thermoplastischen Kunststoffen. Wobei, und da wir es wieder kompliziert, Polyester nicht gleich Polyester ist. Die Chemiker können durch Behandlung und Zusatzstoffe die Eigenschaften sehr gut bestimmen.

Für des polytags-Sortiment sind weiße und in geringem Maße transparente PET-Folien wichtig, die mit Laserdruckern bedruckt und von Hand mit Folienschreibern und einigen Schreibgeräten beschrieben werden können. PET-Folien zeichnen sich dadurch aus, dass sie vergleichsweise hohe Temperaturen vertragen, ohne sich zu verformen. Die Beständigkeit gegen hohe Temperaturen ist deshalb so wichtig, weil Laserdrucker die Farbe (Toner) mit Temperaturen von 180 °C bis über 200 °C fixieren.

Die von uns verwendeten PET-Folien enthalten keine Weichmacher. Sie werden unter normalen Bedingungen nicht spröde oder sogar brüchig. Diese Polyesterfolien sind wasser- und reißfest, alterungsbeständig und gegen viele Chemikalien resistent.

Eine weitere, sehr wichtige Eigenschaft ist die gute UV-Beständigkeit, an die die weiteren Kunststoffe aus dem Sortiment nicht herankommen.

PET-Folien aus dem polytags-Sortiment können Sie nicht mit Tintenstrahldruckern bedrucken.

PET-Folien sind hochwertige Kunststoffe, die gut recycelt werden können. Kleine Menge können über den Hausmüll entsorgt werden. Größere Menge sollten durch ein Entsorgungsunternehmen aufbereitet und dem Produktionskreislauf wieder zugeführt werden.

Bei der thermischen Verwertung verbrennen PET-Folien fast rückstandsfrei zu Kohlendioxid und Wasser. Dabei entstehen keine giftigen Dämpfe oder Gase und keine Schlacken. Bei der Deponierung sind PET-Folien grundwasserneutral.

PE – Polyethylen

Polyethylen gehört zu den am häufigsten hergestellten Kunststoffen und findet praktisch überall Anwendungen. Polyethylen gehört wie PET auch zu den thermoplastischen Kunststoffen. Der Kunststoff ist weich, aber zäh, dehnbar und weitgehend reißfest. Auch aus diesem Grund wird PE als Verpackungsmaterial auch für Lebensmittel genutzt. Das Material widersteht vielen Chemikalien.

Ein wesentlicher Unterschied zum PET (Polyester) besteht in der thermischen Belastbarkeit. Während PET-Folien kurzfristig über 200 °C erhitzt werden können, sind PE-Folien nur bis ca. 90 °C hitzefest und verformen sich schon bei leicht höheren Temperaturen.

Aufgrund der geringen Hitzefestigkeit können PE-Folien nicht mit Druckern bedruckt werden, die mit Temperaturen über 70 °C fixieren. Die PE-Folien aus dem polytags-Sortiment sind nicht für Tintenstrahldrucker geeignet.

Bei der thermischen Verwertung verbrennen PE-Folien fast rückstandsfrei zu Kohlendioxid und Wasser. Dabei entstehen keine giftigen Dämpfe oder Gase und keine Schlacken. Bei der Deponierung sind die Folien grundwasserneutral.

Im Etikettensortiment werden zwei Arten von Polyethylen-Folien verwendet:

PE-LD oder LDPE -

Recycling-Symbol für LDPE-KunststoffeMit PE-LD oder LDPE wird Polyethylen mit geringer Dichte bezeichnet. Das Material ist aufrund der geringeren Dichte weicher und flexibler als Polyethylen mit hoher Dichte (HDPE). Es ist aber auch weniger abriebfest.

Polyethylen mit geringer Dichter (LDPE) kann in einem Bereich von - 40 °C bis + 70 °C eingesetzt werden.

In unserem Sortiment haben wir die Etiketten aus LDPE komplett ersetzt mit Etiketten aus HDPE. HDPE kosten zwar etwas mehr, aber die Vorteile, wie die höhere Festigkeit, machen das allemal wett.

LDPE kann nicht mit Laserdruckern oder Tintenstrahldruckern bedruckt werden. Für den Etikettendruck werden Thermotransferdrucker eingesetzt.

PE-HD oder HDPE

Recycling-Symbol für HDPE-KunststoffeMit PE-HD oder HDPE wird Polyethylen mit hoher Dichte bezeichnet. Im Vergleich zu LDPE ist das Material härter und abriebfester.

Neben anderen Kunststoffen ist HDPE für den Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen. Im Sortiment finden Sie Schlaufenetiketten aus HDPE, die Sie in direktem Kontakt mit Lebensmitteln einsetzen dürfen.

Polyethylen mit hoher Dichte (HDPE) kann in einem Bereich von - 50 °C bis + 90 °C eingesetzt werden.

HDPE kann nicht mit Laserdruckern oder Tintenstrahldruckern bedruckt werden. Für den Etikettendruck werden Thermotransferdrucker eingesetzt.

PP – Polypropylen

Recycling-Symbol für PP-KunststoffePolypropylen ist ähnlich aufgebaut wie Polyethylen und damit auch ein thermoplastischer Kunststoff. Polypropylen unterscheidet sich aber in der Härte und der Wärmebeständigkeit vom Polypropylen. PP-Folien sind deutlich härter, fester und wärmebeständiger als HDPE-Folien.

Polypropylen kann in einem Bereich von 0 °C bis + 100 °C verwendet werden. Unter 0 °C wird Polypropylen spröde und brüchig. Es ist bei Temperaturen unter 0 °C nicht mehr schlagfest.

HDPE kann nicht mit Laserdruckern oder Tintenstrahldruckern bedruckt werden. Für den Etikettendruck werden Thermotransferdruckern eingesetzt.

PVC – Polyvinylchlorid

Recycling-Symbol für PVC-KunststoffePolyvinylchlorid ist genau wie PET, PE und PP ein thermoplastischer Kunststoff. PVC ist nach nach PE und PP der drittwichtigste Kunststoff, der weltweit verwendet wird. Bei PVC unterscheidet man zwischen Hart-PVC (PVC U) und Weich-PVC (PVC-P). Weich PVC erhält durch Weichmacher seine elastischen Eingenschaften. Mit der Zeit verliert Weich PVC allerdings die elastischen Eigenschaften, wird spröde und brüchig.

Polyvinylchlorid kann in einem Bereich von - 10 °C bis + 60 °C verwendet werden (das sind Richtwerte, die je nach Verwendung von Additiven bei der Herstellung nach oben oder unten variieren).

PVC kann nicht mit Laserdruckern oder Tintenstrahldruckern bedruckt werden. Für den Etikettendruck werden Thermotransferdrucker eingesetzt.

PVC ist härter und steifer als die vorgenannten Kunststoffe. Aus diesem Grund werden nach wie vor noch einige Kunststoff-Etiketten aus diesem Material hergestellt. Insbesondere wo es auf hohe Festigkeit ankommt, wie bei Stecketiketten, kann auf PVC zurzeit noch nicht verzichtet werden.

PVC-Etiketten enthalten in geringem Umfang Weichmacher, um die Folien geschmeidig zu machen. Unter UV-Licht löst der Weichmacher die Verbindung mit dem Basismaterial. Die Etiketten werden auf Dauer spröde und brüchig.

Hart PVC zersetzt sich nicht und schadet weder Wasser noch Luft. Bei Weich PVC muss man allerdings davon ausgehen, dass die Weichmacher den Kunststoff mit der Zeit verlassen und Schäden im Wasser hinterlassen. Bei der thermischen Entsorgung entstehen aggressive Chlorgase, die neutralisiert werden müssen. Die Rückstände der Verbrennung enthalten Giftstoffe, die als problematisch einzustufen sind. Für größerer Mengen PVC besteht ein Rückholsystem.

Die Europäischen PVC-Hersteller haben eine Selbstverpflichtung unterschrieben, die bei der Herstellung von PVC eine nachhaltige Entwicklung forciert. Selbstverpflichtung der PVC-Branche


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